
Große Töchter. Minisode 2 - Klaudia Frieben: Warum ist der 12h-Tag frauenfeindlich?
Jul 4, 2018
Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings und frauenpolitische Aktivistin, kommentiert den 12‑Stunden‑Tag aus feministischer Perspektive. Sie spricht über wie verlängerte Arbeitszeiten Frauen aus dem Arbeitsprozess drängen. Es geht um fehlende Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur. Sie fordert stattdessen Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich.
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Episode notes
12‑Stunden‑Tag Trifft Frauen Überproportional
- Der vorgeschlagene 12‑Stunden‑Tag ist aus feministischer Sicht untragbar und trifft Frauen besonders hart.
- Klaudia Frieben erklärt, dass Frauen durch verlängerte Arbeitszeiten aus dem Erwerbsprozess gedrängt und in Langzeitteilzeit gedrängt werden.
Kinderbetreuung Passt Nicht Zu Langen Arbeitstagen
- Es gibt in Österreich kaum Kinderbetreuungsangebote, die mit 12‑stündigen Arbeitstagen kompatibel sind.
- Frieben verweist auf Statistiken (Kindergartenstatistik, Arbeiterkammer) und betont gesundheitliche Probleme für Kinder bei langer Betreuung.
Homeoffice‑Argument Greift Nicht Für Alle
- Frauenministerin Juliane Bogner‑Strauß bezeichnete den 12‑Stunden‑Tag als Chance, vor allem wegen Homeoffice, was Frieben kritisch zurückweist.
- Frieben fragt, wie etwa Fabrikarbeiterinnen oder Reinigungskräfte Homeoffice machen sollen und sieht Reproduktionsarbeit nicht als Nebenbeschäftigung.
