
Machtwechsel Ostern mit schwerem Herzen: ein deutscher Abt in Jerusalem
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Apr 3, 2026 Abt Nikodemus, Leiter des Dormitio-Klosters in Jerusalem und politisch gefragter Gesprächspartner in Berlin, schildert Leben und Glauben im Heiligen Land. Er spricht über Sicherheitslage und Einschränkungen in Jerusalem. Er thematisiert nationalreligiösen Extremismus, Angriffe auf Christen und die politische Verantwortung Europas. Er teilt auch persönliche liturgische Momente zu Ostern.
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Episode notes
Patriarch Wird Anfangs Am Palmsonntag Ausgesperrt
- Palmsonntag verweigerte die Polizei dem lateinischen Patriarchen den Zugang zur Grabes- und Auferstehungskirche trotz abgesprochener Kleinstgruppe, bis internationale Proteste Druck machten.
- Nikodemus beschreibt den Patriarchen als kooperativ und betont, dass er sogar Prozessionen absagte, um Sicherheit zu wahren.
Regierungswechsel Verstärkt Nationalreligiöse Tendenzen
- Nikodemus sieht in der Regierungszusammensetzung Israels ein Problem: Figuren wie Itamar Ben-Gvir fördern Nationalreligiösität und feiern Maßnahmen wie die Wiedereinführung der Todesstrafe.
- Er verknüpft dies mit realen Angriffen auf Christen und Brandanschlägen, die früher als Randerscheinung galten, jetzt aber Politik prägen.
Frühere Verurteilung Von Übergriffen Hat Sich Verflüchtigt
- Antichristliche Gewalt hat zugenommen und wird laut Nikodemus zunehmend toleriert, während sie früher klar verurteilt wurde.
- Er nennt Tabgha 2015 als Wendepunkt: damals gab es starke Solidarität, heute sitzen ähnliche Extremisten in Regierungsposten.



