Kaja Kallas, estnische Politikerin und EU-Außenbeauftragte, spricht über Transatlantik-Beziehungen, Europas Sicherheitsrolle und nukleare Abschreckung. Kurze, prägnante Gespräche über Merz’ Ruf nach einem starken europäischen Pfeiler, Rubios transatlantische Rhetorik und Selenskyjs eindringliche Appelle. Außerdem Diskussionen zur Iran-Frage und zur EU-Erweiterung.
48:06
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Besuch Bei Deutscher Drohnenfabrik
Anna Engelke schildert den Besuch bei Quantum Systems, wo Selenskyj und Verteidigungsminister Pistorius Drohnen präsentierten.
Die Fabrik stellt zunächst bis zu 10.000 Drohnen pro Jahr her und ist ein deutsch-ukrainisches Joint Venture.
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Merz Setzt Auf Starken Europäischen Pfeiler
Friedrich Merz nutzte seine Eröffnungsrede, um ein stärkeres, selbstbewusstes Europa zu fordern und die Abhängigkeit von den USA zu kritisieren.
Er plädiert für einen selbsttragenden europäischen Pfeiler innerhalb der NATO statt eines Bruchs mit dem Bündnis.
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Rubio Verteidigt US-Führung, Kritisiert Regeln
Marco Rubio würdigte das transatlantische Erbe, kritisierte aber die regelbasierte Ordnung und betonte US-Führung statt multilateraler Lösungen.
Viele Europäer atmeten auf, doch Rubio vermied klare Zusagen zu Artikel 5 und NATO-Sicherheiten.
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Auf der Münchner Sicherheitskonferenz waren die Beziehungen zwischen den USA und Europa das Top-Thema. Die Hosts Anna Engelke und Stefan Niemann schildern in dieser Sonderfolge von Streitkräfte und Strategien ihre Eindrücke und analysieren die Reden. Am ersten Tag hatte Bundeskanzler Merz sich von der US-Politik unter Präsident Trump abgegrenzt und deutlich gemacht, dass es einen starken europäischen Pfeiler innerhalb der NATO braucht. Nach den harschen Aussagen von US-Vizepräsident Vance im vergangenen Jahr war vor allem die Rede des US-Außenministers Rubio mit Spannung erwartet worden. Dieser würdigte zwar die Geschichte des transatlantischen Bündnisses, sprach aber auch von Fehlern, die gemacht worden seien, und stellte sich klar hinter die Politik von US-Präsident Trump. Über die Rede von Rubio sprechen Tina Hassel und Kai Küstner mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Sie betont, man wolle weiterhin starke transatlantische Bindungen. Gleichzeitig verweist auch sie auf einen stärkeren europäischen Pfeiler in der NATO. Außerdem äußert sie sich im Interview zur Diskussion über die europäische atomare Abschreckung und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine: „Ich will nicht mehr Nuklearwaffen. Im Gegenteil, das könnte sonst eine sehr, sehr gefährliche Welt werden“, so Kallas im Interview. Den meisten Applaus bei der Sicherheitskonferenz hat Präsident Selenskyj bekommen, berichtet Anna. Er bat die westlichen Verbündeten einmal mehr eindringlich um raschere Waffenlieferungen und erinnerte daran, welchen Preis sein Land bisher für den Krieg bezahlt hat. Eine große Rolle spielte bei der Sicherheitskonferenz auch der Iran. Der Sohn des letzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, erklärte, er strebe im Fall eines erfolgreichen Regierungswechsels im Iran keine Führungsrolle an. Pahlavi nahm an einer Demonstration von mehr als 250.000 Exil-Iranern in München teil, die gegen das Mullah-Regime in Teheran protestierten.
Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
Europas neues Selbstbewusstsein auf der Münchner Sicherheitskonferenz https://www.tagesschau.de/ausland/europa/msc-kallas-eu-usa-102.html
Analyse der Rede von US-Außenminister Rubio in München https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/rubio-rede-sicherheitskonferenz-100.html
Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Podcast-Tipp “Bosettis Woche” mit Florian Schroeder http://1.ard.de/extra-3-bosettis-Woche-schroeder-sus