Das neue Wehrdienstgesetz ist in diesen Tagen heiß diskutiert worden. Grund ist diese Regelung: Männer zwischen 17 und 45 Jahren sollen sich künftig abmelden, wenn sie das Land für mehr als drei Monate verlassen. Das wird vielfach als Eingriff in die persönlichen Freiheiten interpretiert. Ex-Nato-General Erhard Bühler kann die Aufregung nicht verstehen. Der entsprechende Paragraf habe so ähnlich schon seit Jahrzehnten im Vorgängergesetz gestanden. Das Ganze sei allerdings nicht gut kommuniziert worden. Niemand werde sich wirklich per Antrag genehmigen lassen müssen, wenn er verreise, so Bühler: "Tatsache ist, dass niemand heute einen Antrag schicken muss, weil er demnächst vier Monate lang nach Amerika geht." Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat bereits Konkretisierungen der Regelungen angekündigt.
Außerdem geht es um eine spektakuläre Rettungsaktion im Iran-Krieg. Nach dem Abschuss eines F-15-Kamfjets hat die US-Armee die beiden Insassen gerettet. Bei dem Pilot ging das schnell. Der zweite Insasse jedoch war längere Zeit verletzt in feindlichem Gebiet unterwegs, bis ihn Spezialtruppen retten konnten. Wir sprechen darüber, wie der riskante Einsatz gelang. "Das ist aus militärischer Sicht schon ein großer Erfolg", so Bühler. Könnte die Bundeswehr so etwas auch?
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