Europa ist doppelt herausgefordert: Russlands Krieg gegen die Ukraine und wachsende Zweifel an der Verlässlichkeit der USA aufgrund der "America-First-Strategie" unter Trump haben die europäische Sicherheitsordnung demontiert.
Mehr denn je stellt sich die Frage, was passiert, wenn Europa angegriffen wird. Können wir uns noch auf den US-Beistand verlassen? Oder sind wir auf uns alleine gestellt? Und wenn ja, wann können wir uns selbst verteidigen?
Im Presseclub diskutieren die Gäste, wie tief der transatlantische Bruch wirklich geht. Was die Rede des US-Außenministers Rubio auf der Münchener Sicherheitskonferenz anbelangt, sind sich alle einig: Die USA unter Trump erwarteten Gefolgschaft, der freundliche Ton dürfe nicht darüber hinwegtäuschen. Europa müsse deutlich mehr in die eigene Verteidigung investieren, um abschreckungsfähig zu werden. Große Gipfeltreffen und „Maulheldentum“ allein reichten nicht mehr. Doch zentral bleibt die Frage: Wie schnell und wie entschlossen sind wir? Reicht eine engere Zusammenarbeit der Willigen oder braucht es völlig neue Strukturen? Brauchen wir eine europäische Verteidigungsgemeinschaft? Welche Rolle soll Deutschland spielen und wie weit können, dürfen und müssen wir gehen? Auch die Frage, ob Europa langfristig einen eigenen nuklearen Schutzschirm braucht, sorgt für Diskussion.
Darüber diskutiert Ellen Ehni mit: Markus Bickel (Table.Briefings), Sina-Marie Schweikle (Süddeutsche Zeitung), Christoph von Marschall (Der Tagesspiegel) und Pascal Beucker (taz).
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