In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warum Deutschland trotz gelockerter Schuldenregeln und staatlicher Impulse seit 2019 kaum wächst. Rürup verweist auf die demografische Lücke am Arbeitsmarkt und auf ein Exportmodell, das durch Trumps Zollpolitik und Chinas wachsende Konkurrenz an Grenzen stößt.
Deutsche Unternehmen bauen ihre Direktinvestitionen in China weiter aus. Gleichzeitig verschärft sich das Ungleichgewicht im Handel: Exporte nach China gehen zurück, Importe steigen, das Defizit wächst. Rürup warnt zudem vor einer „Überschussproduktion“ in China, die zusätzliche Verdrängungseffekte in Europa auslösen kann.
Ein Schwerpunkt ist die politische Ambivalenz: Bundeskanzler Friedrich Merz spricht von „strategischer Partnerschaft“, während China zugleich Wettbewerber und geopolitischer Risikofaktor bleibt – etwa wegen der Nähe zu Russland. Hüther betont, Partnerschaft müsse „ausbuchstabiert“ werden, inklusive klarer Erwartungen an fairen Wettbewerb. „China ist auch dringend auf wirtschaftlich Verbündete angewiesen. Und das kann Europa eher sein als die USA“, glaubt Rürup.
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