Ein Krieg, ein Erdbeben oder ein Stromausfall – und plötzlich fehlen weltweit die modernsten Computerchips. Warum wurde ausgerechnet Taiwan zum Epizentrum der digitalen Welt? In dieser Folge reist Eva Wolfangel nach Taiwan und nähert sich einer der verschlossensten Industrien der Welt. Sie erzählt vom enormen Arbeitsdruck in der Produktion und von einer Branche, die als nationales Projekt entstanden ist. Auch Europa spielt eine Rolle. Ohne hochpräzise Optiksysteme aus Deutschland und Lithografie-Technologie aus den Niederlanden könnten die modernsten Chips gar nicht hergestellt werden. Über die Jahrzehnte ist ein Netzwerk kooperativer Abhängigkeiten entstanden. Bisher war dieses Netzwerk stabil. Aber jetzt investiert China massiv in eigene Fabriken - eine Entwicklung, der der Westen wenig entgegenzusetzen hat.
Das erwartet euch in dieser Folge:(04:00) Taiwan, das globale Nadelöhr der Chipproduktion
(06:19) Jason Liu, Mitarbeiter von TSMC. Könnte schon bald die nächste Generation von Chips herstellen, den 1,4-Nanometer-Knoten
(10:28) Rückblick: Eine Delegation reist in die USA, um den größten Technologietransfer der Geschichte zu organisieren
(11:57) Besuch im Science Park von Taipeh
(20:06) Europas Beitrag: Spiegel, Laser und Präzisionsoptik
(25:11) China investiert – beginnt ein neuer Chip-Wettlauf?
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App: Weiterführender Link:TSMC Gründer
Morris Chang über die Evolution der Halbleiterindustrie, Talk am MIT, 8.11.2023 (englisch)
Gesprächspartner in dieser Folge:- Morris Chang, Gründer, Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC)
- Prof. Chintay Shih, National Tsinghua University, Halbleiter-Pionier
- Frank Rohmund, Geschäftsführer Halbleiter-Technologie, ZEISS SMT, Oberkochen
Autorin: Eva Wolfangel, Tech- und Wissenschaftsjournalistin mit Schwerpunkt Technologie und Gesellschaft
Regie: Friederike Wigger
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