Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung rechnet mit einem deutlich höheren Gewinn als erwartet. Der Konzern schätzt seinen Betriebsgewinn für die ersten drei Monate des Jahres auf 57,2 Billionen Won (32,8 Milliarden Euro). Das ist rund neunmal so viel wie vor einem Jahr und zweieinhalbmal so viel wie beim bisherigen Quartalsrekord Ende 2025.
Hauptgrund für den Gewinnanstieg sind Speicherchips für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Samsung und andere Anbieter wie der südkoreanische Rivale SK Hynix können die hohe Nachfrage trotz steigender Produktion nicht vollständig bedienen.
Der Iran-Krieg stellt jedoch einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar, den viele Analysten bislang offenbar nicht in ihre Kalkulationen einbezogen hatten: Es drohen Versorgungsengpässe bei Helium. Das Edelgas ist in der modernen Chipfertigung als Kühlmittel, Schutz- und Trägergas in der Fotolithografie nicht zu ersetzen. Und die südkoreanischen Chiphersteller beziehen etwa zwei Drittel ihres Heliumbedarfs aus der Golfregion. Alle Hintergründe erklärt Handelsblatt-Ostasien-Korrespondent Martin Kölling.
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Der Iran-Krieg setzt auch die europäische Energieversorgung unter Druck. Insbesondere bei der Gasversorgung spitzt sich die Lage zu. Wichtige Anlagen im Nahen Osten sind zerstört, Russland bekommt eine bessere Verhandlungsposition. Welche alternativen Lieferanten es gibt, zum Beispiel aus Afrika, und was Europa bevorsteht, ordnet Handelsblatt-Energiereporterin Catiana Krapp ein.
Moderiert von Nele Dohmen
Produziert von Max Rex
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