Netflix ist aus dem Bieterstreit um Warner Bros Discovery (WBD) ausgestiegen. Damit dürfte der Weg für eine Übernahme durch Paramount Skydance frei sein. Dabei hatte sich Warner Bros Discovery eigentlich bereits für das Angebot von Netflix mit knapp 83 Milliarden Dollar für das Film- und Streaminggeschäft entschieden. Doch Paramount verbesserte das Angebot nach wiederholten WBD-Absagen mehrfach – und bot schließlich knapp 31 Dollar je Aktie. Insgesamt beläuft sich das Angebot auf etwa 111 Milliarden Dollar.
Paramount Skydance plant, den gesamten Warner-Konzern zu übernehmen – inklusive der Kabelnetzwerke CNN, TNT und HBO. Deshalb steht mit dem Deal auch die zukünftige Unabhängigkeit des Trump-kritischen Fernsehsenders CNN infrage. Denn hinter Paramount stecken mit der Familie des Tech-Milliardärs und Oracle-Gründers Larry Ellison Personen, die dem US-Präsidenten nahestehen.
„Larry Ellison und sein Unternehmenskonstrukt könnten die amerikanische Medienlandschaft nachhaltig verändern“, sagt die transatlantische Politikexpertin Cathryn Clüver Ashbrook im Podcast-Interview. Vor allem mit Blick auf die Zwischenwahlen im Herbst 2026 in den USA warnt Ashbrook: „Hier braut sich ein ganz unguter, antidemokratischer Cocktail zusammen.“
Moderiert von Sandra Groeneveld
Produziert von Migo Fecke
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