Seit gut einer Woche führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran. Die Sorge wächst vor einer Ausbreitung. Auch in Deutschland sind Auswirkungen des Krieges spürbar. Droht eine Wirtschaftskrise? Wie steht es um die Sicherheit? Und was passiert, wenn der Krieg weiter eskaliert? Darüber diskutieren unsere Gäste in diesem Presseclub.
Welche Ziele verfolgen die USA und Israel im Iran? Für Paul-Anton Krüger steht fest: Der Krieg könnte noch lange gehen. Denn während für die israelische Regierung die Destabilisierung des iranischen Staatsapparates im Vordergrund stehe, lasse Trump seine Kriegsziele weitgehend offen. Isabel Schayani ist der Meinung, dass die USA möglichst schnell und ohne große Verluste aus diesem Krieg gehen wollen. Für viele Iranerinnen und Iraner bedeute der US-Militäreinsatz eine große Hoffnung.
Was bedeutet der Iran-Krieg für Deutschland? Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sagte im Bundestag, dass die Bundeswehr sich nicht an diesem Konflikt beteiligen werde. Doch sollte es beispielsweise zu einem NATO-Bündnisfall kommen, hätte Deutschland nur beschränkte Wahlmöglichkeiten, was einen Einsatz beträfe, betont Peter Müller. Inzwischen sind die negativen Auswirkungen auf die Energiepreise, den Flugverkehr und den Welthandel spürbar. Die steigenden Preise an den Tankstellen hierzulande sieht Melanie Amann pragmatisch. Das sei simple Markwirtschaft. Eine direkte Einmischung der Bundesregierung durch beispielsweise eine Spritpreisbremse hält sie für falsch.
Ellen Ehni diskutiert mit Melanie Amann (Funke Mediengruppe), Paul-Anton Krüger (DER SPIEGEL), Peter Müller (Augsburger Allgemeine) und Isabel Schayani (Westdeutscher Rundfunk).
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Unser „Nachgefragt“ beginnt bei Minute 41:10.