Der Soziologe und Philosoph Jürgen Habermas galt als einer der wichtigsten Denker weltweit. Er war aber auch "öffentlicher Intellektueller" und engagierter Demokrat. Der Philosoph Martin Breul spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was sein Erbe ausmacht.
Der Theologe und Philosoph Martin Breul (*1986) ist Professor für Systematische Theologie an der TU Dortmund. Er hat sich in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen mit dem Denken von Jürgen Habermas auseinandergesetzt.
• Kommunikative Vernunft: Warum menschliches Zusammenleben das Interesse am Austausch von Argumenten braucht (02:07)
• Habermas als unermüdlicher Kämpfer für die Demokratie (10:16)
• Warum das vehemente Vertreten verschiedener Eigeninteressen zu Machtkämpfen und nicht zu echter Demokratie führt (17:33)
• Warum die derzeitige Debattenkultur aber nicht gegen das Ideal spricht (24:16)
• Wie Digitalisierung die Öffentlichkeit zersplittert und den Raum für gemeinsame Kommunikation nimmt (29:39)
• Warum Emotionen eine große Rolle spielen, aber gezügelt werden müssen (37:06)
• Wie Habermas der Systemtheorie von Niklas Luhmann eine kritische Gesellschaftstheorie entgegenhält (43:40)
• Historikerstreit: Warum der Holocaust nicht relativiert werden darf (49:07)
Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html
Im nächsten Podcast sprechen wir über Opfer.
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Unsere Podcast-Empfehlung:
In der Deutschlandfunk-Sendung "Aus Religion und Gesellschaft" geht es darum, wie Religionen die Welt prägen. In der Folge "Haarpracht in den Religionen: Alles nur Haarspalterei?" geht es zum Beispiel um jüdische Schläfenlocken und muslimische Bärte, um die Tonsur der Mönche – und um die Frage, ob Jesus eigentlich lange oder kurze Haare hatte.
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