
Herrschaft in den Köpfen: Was wir von Antonio Gramsci wieder lernen sollten
Schweigen ist Zustimmung!
Zwang versus Konsens: Gramscis Unterscheidung
Jens erklärt Gramscis Unterschied zwischen politischer Macht (Zwang) und zivilgesellschaftlichem Konsens.
Sprache formt Realität. Wer bestimmt, was „normal“ ist? Wer entscheidet, worüber wir sprechen – und worüber nicht? Friedrich Merz spricht von „Sozialtourismus“ und plötzlich diskutiert ganz Deutschland über faule Geflüchtete, anstatt über Fluchtursachen. Das ist kein Zufall.
Vor 100 Jahren saß Antonio Gramsci in Mussolinis Gefängnis und entwickelte eine Theorie, die heute aktueller ist denn je: Hegemonie. Herrschaft funktioniert nicht nur durch Polizei und Gesetze, sondern vor allem durch Zustimmung. Durch Schulen, Medien, Talkshows wird uns eingetrichtert, was als „gesunder Menschenverstand“ gilt. Selbst wenn es gegen unsere eigenen Interessen läuft.
Die neue Rechte hat Gramsci längst für sich entdeckt. Steve Bannon, die AfD, MAGA – sie alle führen einen „Stellungskrieg“ um die Köpfe. Sie kämpfen nicht mehr auf der Straße, sondern um Deutungshoheit im Diskurs. Mit Erfolg: Aus NPD-Parolen von gestern ist heute „Politik der Mitte“ geworden.
Patrick und Jens zeigen, wie Framing, Agenda-Setting und Gatekeeping funktionieren. Sie entschlüsseln die Mechanismen hinter Begriffen wie „Wirtschaftsstandort Deutschland“ oder „alternativloser Kapitalismus“. Und sie liefern konkrete Werkzeuge für den Gegenwehr: Wie man Frames durchbricht, eigene Narrative entwickelt und Resonanzräume schafft.
Themen
- Antonio Gramscis Hegemonie-Theorie
- Kulturkampf und „War of Position“
- Framing-Strategien in Politik und Medien
- Die neue Rechte und ihre Gramsci-Rezeption
- Frankfurter Schule und Kulturindustrie
- Praktische Gegenstrategien für den Alltag
Erwähnte Personen & Organisationen
- Antonio Gramsci: Italienischer Marxist und Theoretiker der kulturellen Hegemonie
- Friedrich Merz: CDU-Vorsitzender und Meister des strategischen Framings
- Steve Bannon: Alt-Right-Stratege und Gramsci-Schüler
- Götz Kubitschek: Rechter Vordenker und Leiter des Instituts für Staatspolitik
- Theodor W. Adorno & Max Horkheimer: Frankfurter Schule, Kulturindustrie-Theorie
Begriffe
- Hegemonie: Herrschaft durch Zustimmung statt Zwang, Durchsetzung der eigenen Weltanschauung als „gesunden Menschenverstand“
- War of Position: Gramscis Begriff für den langen kulturellen Grabenkampf um die Köpfe vor der direkten Machtübernahme
- Framing: Unsichtbare Rahmung von Debatten, die bestimmt, welche Antworten überhaupt denkbar sind
- Kulturindustrie: Adorno/Horkheimer: Massenkultur als System zur Herstellung von Konformität
Weiterführende Quellen
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