Auszug aus Deximed:
Externe Antimykotika
- Gegen Dermatophyten wirksame Antimykotika zur topischen Therapie sind:
- Soweit nicht anders angegeben, beträgt die Anwendungsfrequenz 2 x tgl.
Unter den verschiedenen topischen Antimykotika bestehen nach aktueller Evidenzlage keine Unterschiede bezüglich der Wirksamkeit.
Darreichungsform
- Bei hyperkeratotischer Tinea pedis sind Antimykotika in Creme‐ oder Salbengrundlage zu bevorzugen.
- Bei der mazerierten, erosiven interdigitalen Form bieten sich Lösungen, Sprays oder Gels an.
Bei stark entzündlichen Formen der Tinea pedis kann initial für 5–7 Tage auch eine Kombination eines Antimykotikums mit einem Glukokortikoid zum Einsatz kommen.
- z. B. als Kombinationspräparat: Miconazol
- mit Flupredniden-21-acetat
Um Rezidive zu vermeiden, sollte die Lokalbehandlung der Tinea pedis etwa 3–4 Wochen über die klinische Heilung hinaus fortgesetzt werden.
- entsprechend der Regenerationszeit der Epidermis von 28–30 Tagen
Schwangerschaft und Stillzeit: Für eine lokale Therapie sind
Clotrimazol und
Systemische Therapie
- Indikationen
- ausgeprägte Formen, insbesondere die „Mokassin“‐Form, bei ausgeprägter hyperkeratotischer Tinea pedis
- Mitbeteiligung der Nägel
- chronische Tinea pedis 2
- Therapieoptionen
in Tablettenform, 250 mg: 1 Tbl. tgl. über mind. 2 Wochen, abhängig vom Therapieansprechen
sollte nicht bei Leberfunktionsstörungen gegeben werden.
Treten unter der Therapie Leberwerterhöhungen auf, ist die Behandlung abzubrechen.
- effektiver in der Behandlung der Tinea pedis.
Itraconazol
- 100–200 mg/d über 4 Wochen, je nach Therapieansprechen
- Itraconazol
- sollte aufgrund potenzieller toxischer Effekte nur max. 3 Monate verschrieben werden.
- bei Leberwerterhöhung oder bestehender Lebererkrankung sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung, ggf. Überwachung der Leberenzyme
- Fluconazol 1 x/Woche 150 p. o. bis zur Heilung
- Vorsicht bei Lebererkrankungen!
Die Medikamentenauswahl, insbesondere bei
Polymedikation, sollte folgende Faktoren bezüglich Wechselwirkungen berücksichtigen:
- Beachtung von Wechselwirkungen
- Alle systemischen Imidazol-Antimykotika bewirken eine erhebliche Hemmung der Zytrochrom- P450- Enzyme (v. a. CYP3A4), was eine Wechselwirkung mit vielen Medikamenten bedeutet.
- Terbinafin
- führt zu einer Hemmung von CYP2D6, was ebenfalls Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bedeutet.
Das passende Antimykotikum sollte gemäß Erregerart auswählt werden.