Rund drei Millionen Erwachsene sind derzeit über ihren Ehepartner kostenlos in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert. Die Bundesregierung will dies abschaffen und vielen einen Mindestsatz von 200 Euro pro Monat vorschreiben. Hinzu kämen 25 Euro monatlich für die Pflegeversicherung. Ausnahmen soll es für Personen mit Kindern unter sechs Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen geben.
Der Schritt soll das Milliardendefizit der gesetzlichen Krankenkassen senken und Arbeitsanreize erhöhen. Außerdem erwägt die Regierung, den Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent zu erhöhen. Martin Greive, Chefreporter Politik beim Handelsblatt, erläutert die Details.
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Außerdem erklärt die Folge, warum in der Irankrise Staatsanleihen ebenso wie Aktien und Edelmetalle deutlich an Wert verloren haben. „Staatsanleihen sind halt kein sicherer Hafen gegen Inflationsangst“, sagt Carsten Brzeski, der bei der ING-Bankengruppe das globale Makro-Research leitet. Derzeit würden andere Sicherheiten gesucht. „Und das ist aktuell scheinbar nur noch Bargeld.“
Brzeski spricht auch darüber, inwieweit wegen steigender Renditen ein neuer Liz-Truss-Moment droht. Die ehemalige britische Premierministerin trat 2022 nach nur 45 Tagen im Amt zurück. Hintergrund waren massive Finanzmarktreaktionen auf ihren wirtschaftspolitischen Kurs. Brzeski schaut abseits der Irankrise besorgt auf die Präsidentschaftswahl in Frankreich im kommenden Jahr: „Dann kann es durchaus auch mal noch mal am Anleihenmarkt scheppern.“
Moderiert von Nicole Bastian
Produziert von Maximilian Rex und Lukas Teppler
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