Wohl kaum ein Journalist hat so viele Machthaber getroffen wie Erich Follath. In fünf Jahrzehnten politischer Reportage hat Erich Follath sowohl Papa Doc, Mobutu, Marcos, Mladic als auch Arafat und Netanjahu persönlich getroffen; Pol Pot und Kim Jong Un ist er durch seine Recherchen im Umfeld ganz nah gekommen. In Zaire landete er selbst auf der Anklagebank und musste damit rechnen, zum Tode verurteilt zu werden. 13 Jahre später sprach er den Machthaber Mobutu auf die Verhaftung und den absurden Schauprozess an und stellte ihn zur Rede. In seinem Buch "Alle meine Mörder" stellt er die Fragen, die in Zeiten des Wiederaufkommens autoritärer Herrscher aktueller sind denn je: Wer sind die Menschen, die als Despoten in die Geschichte eingehen? Was treibt jemanden an, ein Selbstmordattentat oder einen Völkermord zu begehen? Erich Follath stammt aus Esslingen. In SWR1 Leute berichtet er von den Erlebnissen mit einigen der schlimmsten Tyrannen unserer Zeit.