Wo die Kaffeekirschen leuchten
Book •
Nicola Denys Roman erzählt von den Jahren ihrer Eltern in Kolumbien (1953–1956) und nutzt hunderte Luftpostbriefe der Mutter als Ausgangsmaterial, die sie mit Fiktion und indirekter Rede zu einer inneren Biografie verwebt.
Die Erzählung zeichnet Landschaftsbilder des kolumbianischen Hochlands sowie das gesellschaftliche und politische Umfeld jener Zeit nach.
Sprachlich präzise und distanziert liest sich der Text zwischen Dokument und Fiktion und entfaltet eine komplexe Personenzeichnung von Mutter und Vater.
Politische Ereignisse wie ein Putsch und die Entwicklung autoritärer Tendenzen werden nicht ausgeklammert, ebenso wenig Kontakte zu deutschen Emigranten und problematischen Figuren.
Am Ende spannt der Roman einen motivischen Bogen und reflektiert über die Form der Fiktion im Sinne eines tragbaren „Beutels“ voller Erinnerungen.
Die Erzählung zeichnet Landschaftsbilder des kolumbianischen Hochlands sowie das gesellschaftliche und politische Umfeld jener Zeit nach.
Sprachlich präzise und distanziert liest sich der Text zwischen Dokument und Fiktion und entfaltet eine komplexe Personenzeichnung von Mutter und Vater.
Politische Ereignisse wie ein Putsch und die Entwicklung autoritärer Tendenzen werden nicht ausgeklammert, ebenso wenig Kontakte zu deutschen Emigranten und problematischen Figuren.
Am Ende spannt der Roman einen motivischen Bogen und reflektiert über die Form der Fiktion im Sinne eines tragbaren „Beutels“ voller Erinnerungen.
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als aktueller Roman, der auf den Briefen der Mutter basiert und die kolumbianische Erfahrung der Eltern rekonstruiert.

Sigrid Brinkmann

Buchkritik - "Wo die Kaffeekirschen leuchten" von Nicola Denis


